Palmsonntagsprozession in Heiligenstadt

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Geschichte und EntstehungSt. Marien HIG - webhttp://www.sankt-marien-heiligenstadt.de/index.php?id=13
6 Stationsbilder der ProzessionDokument - PDFPDF
KurzhistorieDokument - PDFPDF
Prozession 2016web - videoVideo (Gö Tagbl.)

 

 

Ursprung und geschichtliche Entwicklung

Palmsonntag (Palmarum) in Heiligenstadt im katholischen Eichsfeld ist für eine Vielzahl deutscher Katholiken ein fester Begriff und für Besucher der Stadt seit je her ein außerordentliches Ereignis.

Es ist die Prozession am Palmsonntag, die Menschen, darunter viele Katholiken aus den benachbarten Regionen des Untereichsfeldes (Duderstadt), Hessen (Eshwege, Witzenhausen) und Thüringen (Unstrut-Hainich-Kreis, Stadt Erfurt), in Scharen nach Heiligenstadt strömen lässt. Neben den gläubigen Teilnehmern kommen jedoch auch hunderte von Zuschauern, die interessiert und ergriffen diesen außergwöhnlichen Prozessionszug begleiten und verfolgen.

Die Stadt Heiligenstadt scheint an diesem besonderen Tag bald doppelt so groß wie gewöhnlich. Zwischen 4.000 bis 7.000 Teilnehmern und noch einmal etwa die gleiche Zahl an Zuschauern sind es Jahr für Jahr, die dieser besonderen Prozession beiwohnen. Hierbei ist zu bedenken, dass die Stadt selbst etwa 16.500 Einwohner zählt, der umgebende Landkreis Eichsfeld (weitgehend, jedoch nicht vollständig, identisch mit dem sog. Obereichsfeld) etwa 105.000 Einwohner.


Diese erstaunliche Teilnehmerzahl hat eine lange Tradition, besonders auch in der Zeit vor der politischen Wende des Jahres 1990 in der DDR, speziell in den 1970-er und 1980-er Jahren. Hier war Teilnehmerzahlen zwischen 2.000 und 4.000 Gläubigen durchaus die Regel. Insofern kann man die Palmsonntagsprozession als exemplarischen Beleg für die Überlebensfähigkeit und Lebenskraft des von den Altvorderene übernommenen christlichen Glaubens im Eichsfeld durch alle durchaus schwierigen udn bedrückenden Wechselfälle der Geschichte, auch den beiden deutschen Diktaturen, betrachten. NAch der Deutschen Einheit 1990 schwankten schwischen 1995 und 2007 die Teilnehmerzahlen (Gläubige und Zuschauer) zwischen 5.000 und 7.600 Teilnehmern (1995).

Die Enstehung der Palmsonntagsprozession ist eng mit der Zurückführung des Eichsfeldes zum katholischen Glauben verbunden. Diese Zurückführung begann unter dem Episkopat Erzbischofs Daniel Brendel von Homburg (1555-1582). Dieser Erzbischof kam 1574 auf seiner Vistationsreise von Mainz über Fulda nach Heiligenstadt - im Gefolge auch 2 Jesuiten-Patres. 1575 wurde bereits daraufhin des Jesiutenkolleg geründet, nachdem weitere Patres der Gesellschaft Jesu (SJ) nach Heiligenstdat beordert worden waren.
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Ursprünglich zog diese Prozession am Karfreitag durch die Straßen der Stadt, erst 1734 wurde sie auf den Palmsonntag verlegt. Die Karwoche ist es, die den Inhalt des Zuges bestimmt.



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